Arbeitseinsätze im Kieshofer Moor

Etwa 4 km nördlich der Hansestadt Greifswald an der B 96 befindet sich das Kieshofer Moor. Die Schutzgebietsfläche umfasst 26,7 ha. Seinem Wesen nach war es ein kontinentales, oligotrophes Sphagnum-Moor. Mit seiner von Zwergsträuchern (Heidekraut, Rausch-, Krähen-, Moos- und Heidelbeere) und Wollgräsern geprägten Vegetation weist das Kieshofer Moor überwiegend den Charakter eines Zwischenmoores auf. Durch das Anlegen des Hauptgrabens 1823 und den anschließenden Torfabbau kam es zur Entwässerung des Gebietes. Damit war eine zunehmende Bewaldung und eine stetige Verkleinerung der freien Hochmoorfläche verbunden. Durch unsachgemäße Entwässerungsarbeiten kam die Torfstecherei aber bald wieder zum Erliegen. Seit etwa 1850 ist das Moorgebiet sich selbst überlassen worden. 1925 war der weitgehend waldfreie Moorkern nur noch 5 ha groß. Nach den Dürrejahren 1932/34 kam es zu einer starken Ausbreitung der Kiefern, womit die Bewaldung des Moores abgeschlossen wurde.

Bereits 1921 wurde das Kieshofer Moor per Verordnung als Naturschutzgebiet gesichert. Die ersten Überlegungen zur Renaturierung des Kieshofer Moores gab es in den 60er Jahren. 1968 wurde der Hauptgraben im Ostteil des Gebietes provisorisch abgesperrt. 1974 empfahl das ILN in einem Gutachten über den Zustand der Hochmoore in den Nordbezirken der DDR eine Auflichtung des Kiefernwaldes, die in einer Behandlungsrichtlinie 1984 festgeschrieben wurde. 1980 wurden die Arbeiten zur Wiedervernässung des Moores organisiert.

Ziel der derzeitigen Arbeiten: Durch das Entfernen der Jungbirken soll die erneute Bewaldung mit standortfremden Pflanzen verhindert werden.

 

24.01.2004