Arbeitseinsätze im Peenetal bei Loitz

Die Quellkuppe bei Loitz und die Pflegemaßnahen

Die Quellkuppe bei Loitz befindet sich im NSG „Schwingetal und Peenewiesen bei Trantow“ am Rande der vermoorten Niederung, wo die Schwinge in das Peenetal eintritt. Ursprünglich war hier am Talrand der Peene ein starker Quellaustritt von Grundwasser vorhanden. Der reichliche Wasserüberschuss führte zum Aufbau eines Quellmoores, das sich kuppenartig über das umliegende Gelände erhebt. Vorhandene Pflanzen wie die Kalkbinse (Juncus subnodulosus), Sumpf-Sitter (Epipactis palustris), Preußisches Laserkraut (Laserpitium prutenicum) sowie historische Vorkommen von Niedriger Birke (Betula humilis) und Zierlichem Wollgras (Eriophorum gracile) zeigen an, dass das Quellwasser sehr kalkreich ist.

Heute hat der Quelldruck aufgrund anthropogener Veränderungen stark nachgelassen und ohne Pflegemaßnahmen wird das Quellmoor bewalden. Nicht nur die noch vorhandenen Gräben, sondern auch die Dränierung der gesamten umliegenden Feldmark stören den Wasserhaushalt des Moores. In den letzten Jahrzehnten sind nach Nutzungsaufgabe, ausgehend von den Torfstichen und Gräben, Weiden und Birken aufgewachsen. Diese verdrängen die Moorvegetation mit den  noch reichlich vorhandenen Beständen des Fieberklees (Menyanthis trifolia) und der Prachtnelke (Dianthus superbus). Außerdem bewirken die Weiden und Birken mikroklimatische sowie weiterführende hydrologische Veränderungen. Gleichzeitig kommt es zur Eutrophierung durch Nährstoffeintrag und Nährstoffanreicherung infolge Laubbildung.

Als Folge dieser Veränderungen sind bereits einige Moorpflanzen verschwunden und viele stark im Rückgang begriffen. Die strukturell und trophisch daran gebundene Schmetterlingsfauna, die bis vor wenigen Jahren seltene und hoch gefährdete Arten beherbergte, ist aufgrund dieser Veränderungen zusammengebrochen.

Ziel des Wissenschaftlichen Studentenzirkels „Jean Baptiste de Lamarck“ ist es, durch geeignete Pflegemaßnahmen die Gehölzinvasion zurückzudrängen sowie mittels Handmahd ein Vegetationsmosaik zu schaffen und die Moorvegetation zu fördern. Es sollen die strukturellen und trophischen Voraussetzungen für eine erneute Ansiedlung der Falterarten geschaffen werden. Die Arbeiten erfolgen im Auftrag des Zweckverbandes „Peenetal-Landschaft“ und des Staatlichen Amtes für Umwelt und Natur Neubrandenburg und werden in enger Zusammenarbeit mit den genannten Institutionen realisiert.

 

15.01.2005 29.01.2005 05.02.2005 19.02.2005 03.04.2005
14.01.2006 04.02.2006 11.03.2006